Kenianischer Überraschungssieger bricht Streckenrekord beim ING Night Marathon Luxembourg 2018

Mark Kangogo jagt seinem Landsmann John Komen 47 Sekunden ab

Mark Kangogo ist der neue König des ING Night Marathon Luxembourg: Um stolze 47 Sekunden verbesserte der Kenianer den zwei Jahre alten Streckenrekord seines Landsmanns John Komen. Die 13. Auflage des ING Night Marathon Luxembourg am 12. Mai 2018 bot aber auch aus Luxemburger Perspektive erfreuliche Nachrichten.

Mark KANGOGO hatte da so ein Gefühl, dass es ein guter Tag für ihn werden würde. „Vor dem Rennen habe ich meinen Freunden gesagt: Heute werde ich feiern“, sagte er am Marathonabend. Dabei hatte wohl kaum ein Beobachter den 1989 geborenen Kenianer auf dem Schirm, der bislang drei Halbmarathons gewonnen hat und 2017 Zweiter beim spanischen San-Sebastián-Marathon in 2:14:33 wurde. Das sieht auch Kangogo so: „Ich hatte die Startnummer 12, ich glaube, mich hatte niemand als Sieger erwartet.“ Kenianischer Überraschungssieger bricht Streckenrekord beim ING Night Marathon Luxembourg 2018 weiterlesen

Die neue Hoffnung der CDU heißt „AKK“

Annegret Kramp-Karrenbauer soll CDU-Generalsekretärin werden

In: www.domradio.de, www.bild.de (auszugsweise), 19. Februar 2018

Vor einem Jahr wurden bereits Abgesänge auf sie geschrieben. Nun macht Annegret Kramp-Karrenbauer Karriere als CDU-Generalsekretärin. Was macht die Noch-Regierungschefin des Saarlands zur Hoffnungsträgerin ihrer Partei?

Saarbrücken (KNA) Der „Schulzzug“ war es, der „AKK“ stoppen sollte. Im Frühjahr 2017 war das, die SPD hatte erst kurz zuvor Martin Schulz mit 100 Prozent zum Vorsitzenden gewählt. Die Landtagswahl im Saarland – der erste Urnengang im Superwahljahr 2017 – sollte Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) vom Thron stoßen. Und es sah nicht gut aus für die Christdemokratin – doch am Wahlabend ging sie als klare Siegerin hervor. Der Schulzzug kam ins Stocken. Die neue Hoffnung der CDU heißt „AKK“ weiterlesen

Wo ein Papst nominiert und Luther geächtet wurde

Worms feiert den 1.000. Jahrestag der Weihe seines Doms

In: www.zdf.de u.a., 28. Januar 2018

Kaiser, Päpste und ihr Kritiker Luther: Der Wormser Dom war Schauplatz historischer Ereignisse. Mit zahlreichen Veranstaltungen erinnern die Wormser 2018 daran, dass er vor 1.000 Jahren geweiht wurde.

Bedächtig steigt Tobias Schäfer die Stufen zum Altarbereich im Ostchor des Wormser Doms hinauf. Sein Blick schweift in die Tiefe des Kirchenschiffs, vorbei am Chorgestühl, vorbei an den alten Heiligenfiguren, von denen auf jeder Säule eine thront, vorbei am abwechslungsreichen Lichtspiel, das die vielfarbigen Fenster der Seitenschiffe in den Raum werfen. Zufrieden lächelnd sagt er: „Diese unglaubliche Raumwirkung! Je nachdem, zu welcher Tageszeit man hereinschaut, ist das ganz verschieden!“ Tausende Male hat der Priester diesen Anblick schon aufsaugen können, aber noch immer ist ihm die Faszination für die vielen Facetten „seiner“ Kirche anzumerken. Wo ein Papst nominiert und Luther geächtet wurde weiterlesen

„Sie sollen weitertragen, was wir begonnen haben“

Vor 100 Jahren wurde das Weiße-Rose-Mitglied Willi Graf geboren

In: Münchner Merkur, Lindauer Zeitung, domradio.de, 2.  Januar 2018
Foto: Dominik Holl, Bischöfliche Pressestelle Saarbrücken

Er übernahm die gefährliche Aufgabe in der „Weißen Rose“, Unterstützer für den Widerstand gegen Hitler zu werben: Vor 100 Jahren wurde Willi Graf geboren. Die Kirche will eine Seligsprechung des gläubigen Katholiken prüfen.

Saarbrücken/München (KNA) „Zur Beachtung!“, heißt es in bürokratischem Deutsch auf dem Briefpapier, das die Häftlinge des Strafgefängnisses München-Stadelheim benutzen dürfen. Es folgen eine Reihe von Vorschriften, etwa: „Briefe deutlich und mit Tinte schreiben!“ Die Zeilen, die Willi Graf am 12. Oktober 1943 verfasst, sind in einer klaren, leserlichen Handschrift verfasst – erstaunlich gefasst und aufgeräumt für einen Menschen, der seiner Familie schreibt: „An diesem Tag werde ich aus dem Leben scheiden und in die Ewigkeit gehen.“ „Sie sollen weitertragen, was wir begonnen haben“ weiterlesen

Historiker Jörg Fündling über „Asterix in Italien“

Der Gallier-Experte verrät, was antike Wagenrennen mit modernem Profisport zu tun haben

In: Frankfurter Neue Presse, 20. Oktober 2017

Er ist Gallier-Experte und hat das Sachbuch „Asterix. 100 Seiten“ geschrieben. Im Gespräch mit Michael Merten erklärt der Aachener Althistoriker Jörg Fündling, welche aktuellen Bezüge im neuen „Asterix“-Band stecken.

Herr Fündling, worum geht es in dem neuen „Asterix“-Band?

JÖRG FÜNDLING: Beim Titel „Asterix in Italien“ denkt jeder: Asterix ist ja weiß Gott wie oft schon in Rom gewesen. Es geht aber hier um das nichtrömische Italien, das man nicht sofort auf dem Schirm hat. Die Geschichte kombiniert zwei gute Handlungselemente zweier früherer Bände: Ein Überlandrennen à la „Tour de France“ und einen von den Römern manipulierten Wettkampf à la „Asterix bei den Olympischen Spielen“. Ein verschnarchter, inkompetenter römischer Senator, der für das marode italische Straßenwesen zuständig ist, will allen zeigen, dass die Straßen eigentlich doch gar nicht so schlecht sind.

Wie will er das schaffen? Historiker Jörg Fündling über „Asterix in Italien“ weiterlesen

Gier nach unermesslichen Goldschätzen

Völklinger Hütte beleuchtet 3.000 Jahre Hochkultur der Inka

In: Luxemburger Wort u.a., 5. August 2017

Als Amerikas Schätze auf die Gier der Eroberer trafen: Mit der Ausstellung „Inka – Gold. Macht. Gott.“ beleuchtet die Weltkulturerbestätte Völklinger Hütte die 3.000-jährige Geschichte einer untergegangenen Hochkultur.

Nebelverhangener Regenwald. Ein Wasserfall, der sich seinen Weg durch Felsvorsprünge ebnet. Die Dünen der pazifischen Küstenwüste. Großformatige Leinwände zwischen den gewaltigen Rohren und Maschinen der alten Gebläsehalle begrüßen den Besucher. Kaum hat sich das Auge an den überwältigenden Naturlandschaften Perus sattgesehen, eröffnet sich dem Betrachter ein noch prachtvolleres Panorama: Die Andenstadt Machu Picchu, eine Symbiose aus Berggipfeln, Urwald, Terrassen und Häuserruinen auf 2.350 Metern. Zeugnis einer längst untergegangenen Hochkultur, der sich das stillgelegte Eisenwerk nun in einer neuen Sonderausstellung widmet. Gier nach unermesslichen Goldschätzen weiterlesen

Ein Facharbeiter im Weinberg des Herrn

Bisheriger Caritas-Vorsitzender Franz Josef Gebert wird Weihbischof in Trier

In: Paulinus, Domradio, 31.05.2017

Mit dem bisherigen Vorsitzenden der Caritas erhält der Trierer Bischof Ackermann einen sozialpolitisch denkenden Weihbischof: Schon vor der Flüchtlingskrise hat sich Franz Josef Gebert für Schutzsuchende stark gemacht.

68 Jahre, das ist ein Alter, in dem die meisten Menschen schon im Ruhestand sind. „Nun gilt diese Regel für Priester in unserer Kirche ohnehin so nicht“, klärte der Trierer Bischof Stephan Ackermann am Mittwoch ein Dutzend Journalisten auf. Bischöfe etwa geben ihr Amt in der Regel mit 75 Jahren ab. Mit einem großen Karriereschritt, so dachte sich denn auch Franz Josef Gebert, müsste er eigentlich nicht mehr rechnen. Immerhin feiert er am 10. Oktober bereits sein 40-jähriges Priesterjubiläum. Doch es kam anders. Ein Facharbeiter im Weinberg des Herrn weiterlesen

Wenn aus Hassliebe Stolz wird

Die Stadt Trier und ihr Verhältnis zum berühmten Sohn Karl Marx

In: Luxemburger Wort, auszugsweise dw.com, 14.03.2017

Vor dem 200. Geburtstag von Karl Marx tut man sich in dessen Heimatstadt Trier noch immer schwer mit dem Philosophen. Nun beflügelt China die Diskussion – mit einer sechs Meter hohen geschenkten Statue.

„Und was kommt als Nächstes? Kim Jong-un?“ Missmutig betrachtet ein älterer Trierer Bürger eine hölzerne Konstruktion. Mit Sockel ragt sie rund sechs Meter über den Boden auf. Sie zeigt – zunächst noch im Modell – einen bronzefarbenen, überlebensgroßen Karl Marx (1818-1883) in Gehrock mit rauschendem Bart und energischem Blick. „Das erinnert mich an eine Lenin-Statue“, fühlt sich der Trierer an DDR-Zeiten erinnert. 20 Meter weiter bläst ein NPD-Aktivist unentwegt in seine Trillerpfeife. Dann ruft er: „Nie wieder Marxismus! Nie wieder Marxismus!“ Wenn aus Hassliebe Stolz wird weiterlesen

Das Land der aufrechten Frauen

Mit Innovationen verbessern Bäuerinnen in Burkina Faso ihre Lage

In: Paulinus, Domradio u.a., 06.03.2017

Burkina Faso ist eines der ärmsten Länder der Welt. Doch mit lokalen Initiativen gelingt es Kleinbauern, ihre Erträge zu verbessern. Treibende Kraft sind oft die Frauen, die so auch ihre Rolle im sozialen Gefüge verbessern.

Wasser ist ein kostbares und knappes Gut in der Hitze von Burkina Faso – das wissen die Frauen und Männer aus einem kleinen Dorf in der Nähe des Städtchens Gonponsum. Sie setzen die Ressource daher behutsam ein. Mit ihren Hacken heben die Männer kleine Bewässerungskanäle aus, um das Wasser des nahe gelegenen Staudamms nach und nach über das ganze Feld zu verteilen. Aus dem staubtrockenen Boden wird so wertvolles Ackerland, das die Frauen des Dorfs bestellen. Zwiebeln, Tomaten, Kohl, Auberginen – all das gedeiht nun unter der erbarmungslosen Sonne Westafrikas, die auch jetzt, im Winter, für bis zu 36 Grad Celsius sorgt.

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Die Rückkehr des Wolfs in die Großregion

Interview mit einer Wolfsexpertin und Besuch bei einem Schäfer

In: Luxemburger Wort, 10.02.2017

Es ist wohl keine Frage des ob, sondern eher eine Frage des wenn, bis sich der Wolf auch in Luxemburg seinen Lebensraum zurückholt. 1893 wurde er im Großherzogtum wie in vielen Ländern Europas ausgerottet. In den letzten Jahren hat es in der Großregion mehrere Sichtungen gegeben. Viele Bürger fragen sich: Sind die betroffenen Landwirte, sind die Behörden auf den Beutegreifer vorbereitet? Wir haben mit Betroffenen gesprochen. Wir wollten von einer Wolfsexpertin mehr über den Charakter der Tiere wissen. Und was sagt ein Schäfer zu der Rückkehr des Wolfes? Die Rückkehr des Wolfs in die Großregion weiterlesen